Zur Bürgermeisterwahl am 21. Februar

Damit unsere Heimat

Zukunft hat

Mein Wahlprogramm als Bürgermeisterkandidat für Kottmar

Ein kurzer Einblick in meine Ziele

Versorgung und Lebensqualität

Gut versorgt – nah am Leben

  • Nahversorgung mit kurzen Wegen und persönlichen Ansprechpartnern stärken
  • Hausärztliche und pharmazeutische Versorgung langfristig sichern
  • Wohnraum schaffen, Leerstand nutzen und Familien unterstützen
  • Gute Bedingungen für alle Generationen schaffen
Starke Ortsteile

Starke Ortsteile – Heimat mit Zukunft

  • Beide Grundschulstandorte erhalten
  • Freizeitbäder langfristig sichern
  • Feuerwehren mit guter Ausstattung und Nachwuchsarbeit stärken
  • Straßen, Wege und öffentliche Einrichtungen erhalten
  • Mobilität zwischen den sieben Ortsteilen verbessern
Gemeinschaft und Bürgernähe

Gemeinschaft stärken

  • Vereine und Ehrenamt praktisch unterstützen
  • Kultur- und Vereinsbeauftragten schaffen
  • Jugendangebote und Begegnungsstätten fördern
  • Traditionen und regionale Kultur bewahren
  • Zusammenarbeit und Zusammenhalt der sieben Ortsteile stärken
Bürgernähe und Zusammenarbeit

Nah an den Menschen

  • Regelmäßige Bürgersprechstunden in allen sieben Ortsteilen
  • Bürger frühzeitig in wichtige Vorhaben einbeziehen
  • Entscheidungen, Kosten und Handlungsmöglichkeiten verständlich erklären
  • Verwaltung digitaler, einfacher und gleichzeitig persönlich erreichbar gestalten
Wirtschaft und Zukunft

Heimische Wirtschaft stärken

  • Regelmäßigen Austausch mit Unternehmen und Handwerk fördern
  • Bestehende Betriebe unterstützen und Entwicklung ermöglichen
  • Ausbildung und berufliche Perspektiven vor Ort stärken
  • Heimischen Unternehmen faire Chancen bei kommunalen Aufträgen ermöglichen
Solide Gemeindefinanzen

Solide Finanzen – Zukunft sichern

  • Investitionen nach Bedarf, Nutzen und Finanzierbarkeit priorisieren
  • Bestehende Infrastruktur vorausschauend erhalten
  • Fördermöglichkeiten gezielt nutzen
  • Kosten und langfristige finanzielle Folgen transparent machen
  • Vorhandene Gebäude, Einrichtungen und Ressourcen wirtschaftlich nutzen

Mein ausführliches Wahlprogramm

Als Bürgermeisterkandidat für Kottmar

Versorgung und Lebensqualität

01 · Gut versorgt – nah am Leben

1.1 · Nahversorgung – kurze Wege, persönliche Ansprechpartner

Eine verlässliche Nahversorgung gehört zu einer lebenswerten Gemeinde. Gerade im ländlichen Raum dürfen die täglichen Einkäufe nicht zunehmend von langen Fahrwegen oder der Verfügbarkeit eines eigenen Autos abhängen.

Ich möchte deshalb aktiv nach geeigneten Standorten für Lebensmittelmärkte suchen und Gespräche mit interessierten Handelsunternehmen und Discountern führen. Dabei müssen wir die Bedürfnisse unserer Einwohner ebenso berücksichtigen wie die wirtschaftlichen Voraussetzungen potenzieller Betreiber.

Wichtig ist mir eine Nahversorgung, die für alle Generationen funktioniert. Persönliche Ansprechpartner, die Möglichkeit zur Bargeldzahlung und ein verlässliches Warenangebot dürfen dabei nicht auf der Strecke bleiben. Reine Automaten- oder unbemannte Verkaufskonzepte können eine Ergänzung sein, ersetzen für mich aber keinen vollwertigen Lebensmittelmarkt.

Mein Ziel ist eine wohnortnahe, alltagstaugliche Versorgung, die unsere Gemeinde langfristig attraktiver und lebenswerter macht.

1.2 · Ärztliche und pharmazeutische Versorgung – heute und morgen sichern

Eine verlässliche medizinische Grundversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in unserer Gemeinde. Gerade für ältere Menschen, Familien und Einwohner ohne eigenes Auto ist es wichtig, hausärztliche Betreuung und eine Apotheke möglichst wohnortnah erreichen zu können.

Besondere Anerkennung verdienen die Menschen, die sich seit vielen Jahren für die medizinische und pharmazeutische Versorgung unserer Gemeinde einsetzen. Dr. Nestler und Dr. Scheibner sind auch über das reguläre Rentenalter hinaus für die Menschen vor Ort tätig. Elke Zschietzschmann und Rosemarie Bock kehrten sogar aus dem Ruhestand zurück, um die Versorgung in Niedercunnersdorf zu unterstützen.

Dieses außergewöhnliche Engagement verdient unseren ausdrücklichen Dank und größten Respekt. Gleichzeitig zeigt es, wie dringend wir uns um die langfristige Sicherung unserer medizinischen und pharmazeutischen Versorgung kümmern müssen. Wir dürfen nicht warten, bis eine Praxis oder Apotheke geschlossen wird und eine Versorgungslücke entsteht.

Ich möchte deshalb frühzeitig den persönlichen Austausch mit den bisherigen Leistungserbringern suchen und gemeinsam mit den zuständigen Stellen und möglichen Interessenten an tragfähigen Nachfolgelösungen arbeiten.

Die Gemeinde kann dabei unterstützen, geeignete Räumlichkeiten und Standorte zu finden, Kontakte zu vermitteln und potenzielle Nachfolger bei einer Ansiedlung zu begleiten. Dabei wollen wir eng mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen zusammenarbeiten und deren Beratungs- und Fördermöglichkeiten gezielt nutzen.

Neben der klassischen Praxisnachfolge sollen auch Gemeinschafts- und Zweigpraxen sowie andere geeignete Versorgungsmodelle geprüft werden. Ergänzend möchte ich finanzielle Anreize wie kommunale Niederlassungsprämien oder Zuschüsse zu Praxisgründungen und -übernahmen prüfen, um die Ansiedlung neuer Ärzte in unserer Gemeinde zu erleichtern.

Mein Ziel ist, dass die Menschen in Kottmar auch künftig auf eine verlässliche hausärztliche und pharmazeutische Versorgung vor Ort zählen können.

Starke Ortsteile

02 · Starke Ortsteile – Heimat mit Zukunft

2.1 · Unsere Schulen und Freizeitbäder – Lebensqualität vor Ort erhalten

Unsere Schulen und Freizeitbäder sind weit mehr als kommunale Einrichtungen. Sie sind Orte der Begegnung, prägen das Leben unserer Ortsteile und tragen wesentlich dazu bei, dass Kottmar für Familien und kommende Generationen attraktiv bleibt.

Unsere Grundschulen erhalten

Die Pestalozzi-Grundschule Eibau ist für mich auch persönlich ein Stück Heimat. Ich selbst und viele Menschen aus meiner Familie haben hier ihre Schulzeit verbracht. Generationen von Kindern haben in Eibau ihre ersten Schritte ins Schulleben gemacht, Freundschaften geschlossen und gemeinsame Erinnerungen gesammelt.

Auch die Wilhelm-Tempel-Grundschule in Niedercunnersdorf ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bildungslandschaft. Die umfangreichen Investitionen in Niedercunnersdorf dürfen jedoch nicht dazu führen, dass der Schulstandort Eibau langfristig ins Hintertreffen gerät. Ich möchte mich für den Erhalt beider Schulstandorte einsetzen und einer Zentralisierung entgegenwirken.

Kurze Schulwege und wohnortnahe Bildung sind wichtige Voraussetzungen für eine familienfreundliche Gemeinde. Beide Schulen brauchen eine verlässliche Perspektive.

Unsere Freizeitbäder bewahren

Unsere Freizeitbäder sind wichtige Treffpunkte für Familien, Kinder und Jugendliche. Sie ermöglichen Erholung und gemeinsame Freizeitgestaltung unmittelbar vor unserer Haustür.

Ihr langfristiger Erhalt stellt die Gemeinde angesichts der laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten allerdings vor große Herausforderungen. Deshalb möchte ich gemeinsam mit den Verantwortlichen, Vereinen und engagierten Einwohnern tragfähige Lösungen für ihren Weiterbetrieb entwickeln.

Dazu gehören eine vorausschauende Instandhaltungsplanung, die Prüfung geeigneter Fördermöglichkeiten und die Einbindung ehrenamtlichen Engagements. Für das Eibauer Volksbad möchte ich die Gründung eines eigenen Fördervereins prüfen und gegebenenfalls unterstützen. Ein solcher Verein könnte zusätzliche Mittel einwerben, Veranstaltungen organisieren und sich gemeinsam mit der Gemeinde für die Zukunft des Bades einsetzen.

Unser Ziel muss sein, diese wertvollen Freizeitangebote möglichst langfristig zu erhalten, ohne die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde aus dem Blick zu verlieren.

Schulen und Freizeitbäder sind Investitionen in die Lebensqualität unserer Heimat. Ihre Zukunft muss mit Augenmaß, Weitblick und unter Berücksichtigung aller Ortsteile gestaltet werden.

2.2 · Unsere Feuerwehren – Sicherheit vor Ort

Unsere Ortsfeuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Menschen in Kottmar. Die Kameradinnen und Kameraden stehen Tag und Nacht bereit, um anderen zu helfen – überwiegend ehrenamtlich.

Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören zeitgemäße Ausrüstung, einsatzfähige Fahrzeuge, funktionierende Gerätehäuser und eine gesicherte Löschwasserversorgung.

Besonders wichtig ist mir die Unterstützung der Jugendfeuerwehren. Denn wer heute in die Nachwuchsarbeit investiert, stärkt die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren von morgen.

Die Weiterentwicklung unserer Feuerwehrstandorte muss gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden erfolgen und sich am tatsächlichen Bedarf sowie an einer langfristig tragfähigen Finanzierung orientieren.

2.3 · Heimat mit Zukunft – Perspektiven für alle Generationen

Eine lebenswerte Gemeinde braucht Perspektiven für alle Generationen. Kinder und Jugendliche sollen hier gerne aufwachsen, Familien gute Bedingungen vorfinden und ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können.

Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass Menschen, die Kottmar für Ausbildung, Studium oder Beruf verlassen haben, ihre Heimat als echte Perspektive für eine Rückkehr sehen.

Wohnraum schaffen und Leerstand nutzen

Bezahlbarer und bedarfsgerechter Wohnraum ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass junge Menschen bleiben, Familien zuziehen und ältere Einwohner in ihrer Heimat wohnen bleiben können.

Ich möchte den Austausch mit Eigentümern, Wohnungsunternehmen und möglichen Investoren suchen, um bestehende Gebäude wieder sinnvoll zu nutzen. Leerstehende Häuser und Wohnungen bieten Chancen, bevor immer neue Flächen erschlossen werden müssen.

Dabei sollten unterschiedliche Wohnbedürfnisse berücksichtigt werden – vom ersten eigenen Zuhause über familiengerechten Wohnraum bis hin zu barrierearmen Wohnungen im Alter.

Familien und Kindern gute Bedingungen bieten

Eine familienfreundliche Gemeinde braucht mehr als Wohnraum. Verlässliche Kinderbetreuung, wohnortnahe Schulen, sichere Wege und attraktive Freizeitmöglichkeiten gehören ebenso dazu.

Bestehende Angebote sollen erhalten und gemeinsam mit den Einrichtungen, Eltern und Vereinen bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Dabei ist mir wichtig, dass die Bedürfnisse der Familien in allen Ortsteilen berücksichtigt werden.

Junge Menschen fördern und Rückkehr ermöglichen

Unsere Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft unserer Gemeinde. Sie brauchen Möglichkeiten, sich auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und ihre Freizeit aktiv zu gestalten.

Die Nachwuchsarbeit unserer Vereine leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Dieses Engagement möchte ich unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Schulen und weiteren Einrichtungen stärken.

Wer seine Heimat später für eine Ausbildung, ein Studium oder den Beruf verlässt, soll wissen, dass er in seiner Heimat jederzeit wieder willkommen ist.

Nach 15 Jahren in der Schweiz bin ich bewusst in meine Heimat zurückgekehrt. Ich weiß deshalb aus eigener Erfahrung, wie wichtig die persönliche Verbundenheit mit einer Region ist – aber auch, dass für eine Rückkehr die Lebensbedingungen stimmen müssen.

Wohnraum, Arbeitsmöglichkeiten, Kinderbetreuung und ein lebendiges Gemeindeleben müssen dabei in Einklang gebracht werden.

Begegnungsstätten schaffen – Gemeinschaft zwischen den Generationen fördern

Eine lebenswerte Gemeinde braucht Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Gerade für Jugendliche und ältere Einwohner sind wohnortnahe Begegnungsstätten und regelmäßige Angebote wichtig.

Mein Anliegen ist es, vorhandene Räumlichkeiten stärker für das Gemeindeleben zu öffnen und dort neue Treffpunkte zu schaffen, wo sie gebraucht werden. Dafür möchte ich Vereine, soziale Einrichtungen und interessierte Einwohner zusammenbringen und konkrete Ideen vor Ort aufgreifen.

Für Jugendliche sollen Räume entstehen, in denen sie sich auch außerhalb von Schule und Verein treffen, gemeinsam ihre Freizeit gestalten und eigene Ideen verwirklichen können. Denkbar sind offene Jugendtreffs mit Möglichkeiten zum Billard, Tischtennis, Spielen oder für gemeinsame Veranstaltungen. Wichtig ist mir, junge Menschen selbst an der Gestaltung solcher Angebote zu beteiligen.

Für ältere Einwohner möchte ich wohnortnahe Begegnungsmöglichkeiten stärken und neue Angebote anregen – etwa regelmäßige Seniorentreffs, gemeinsame Aktivitäten oder auch generationsübergreifende Veranstaltungen. Solche Angebote fördern den persönlichen Austausch und können dazu beitragen, Einsamkeit vorzubeugen.

Dabei sollen die Bedürfnisse aller Ortsteile berücksichtigt werden. Nicht jedes Angebot muss überall neu geschaffen werden. Entscheidend ist, vorhandene Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen und dort zusätzliche Angebote zu entwickeln, wo sie gebraucht werden.

Selbstbestimmt leben im Alter

Auch ältere Menschen sollen möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Dazu gehören erreichbare Versorgungsangebote, geeigneter Wohnraum, persönliche Ansprechpartner und praktische Unterstützung im Alltag.

Bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote möchte ich besser miteinander vernetzen und dort ergänzen, wo im Alltag Versorgungslücken bestehen. Dafür setze ich auf den direkten Austausch mit den Menschen vor Ort und den Einrichtungen, die ältere Einwohner bereits begleiten und unterstützen.

Dabei ist mir wichtig, dass ältere Menschen ihre Selbstständigkeit möglichst lange bewahren und auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf in ihrer Heimat verwurzelt bleiben können.

Mein Ziel ist eine Gemeinde, in der Menschen nicht nur gerne aufwachsen, sondern in jeder Lebensphase eine Perspektive finden – zum Bleiben, Zurückkehren und Altwerden.

2.4 · Unsere Ortsteile verbinden – Infrastruktur und Mobilität stärken

Unsere sieben Ortsteile bilden gemeinsam die Gemeinde Kottmar. Jeder Ortsteil hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Charakter und seine besonderen Bedürfnisse. Mir ist wichtig, dass alle Ortsteile eine verlässliche Perspektive haben und bei der Entwicklung unserer Gemeinde berücksichtigt werden.

Straßen, Wege und öffentliche Einrichtungen erhalten

Eine funktionierende Infrastruktur ist die Grundlage für einen lebenswerten ländlichen Raum. Dazu gehören intakte Straßen und Gehwege, sichere Schulwege, eine verlässliche Straßenbeleuchtung sowie gepflegte öffentliche Plätze und Einrichtungen.

Ich möchte notwendige Instandhaltungen frühzeitig erkennen und Maßnahmen nachvollziehbar priorisieren. Dabei sollen der tatsächliche Zustand, die Bedeutung für den Alltag und die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde berücksichtigt werden.

Kleinere Schäden dürfen nicht so lange liegen bleiben, bis daraus aufwendige und kostspielige Sanierungen werden.

Mobilität zwischen den Ortsteilen verbessern

Nicht jeder Einwohner verfügt über ein eigenes Auto. Gerade Jugendliche, ältere Menschen und Familien sind deshalb auf erreichbare Verkehrsangebote angewiesen.

Ich möchte mich für eine bessere Anbindung unserer Ortsteile einsetzen und den Austausch mit den zuständigen Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern suchen. Dabei sollten insbesondere Verbindungen zu Schulen, medizinischen Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und wichtigen Umsteigepunkten im Mittelpunkt stehen.

Auch ergänzende Mobilitätsangebote sollen dort betrachtet werden, wo der reguläre öffentliche Nahverkehr den tatsächlichen Bedarf nicht ausreichend abdeckt.

Alle Ortsteile im Blick behalten

Die Entwicklung unserer Gemeinde darf sich nicht auf einzelne Standorte konzentrieren. Investitionen und Maßnahmen müssen sich am Bedarf orientieren und für die Einwohner nachvollziehbar sein.

Dafür möchte ich regelmäßig vor Ort sein, Hinweise aus den Ortsteilen aufnehmen und gemeinsam mit den zuständigen Stellen nach praktikablen Lösungen suchen.

Mein Ziel ist eine Gemeinde, deren Ortsteile gut miteinander verbunden sind und in der eine verlässliche Infrastruktur den Alltag der Menschen erleichtert.

2.5 · Tourismus und Erholung – unsere Heimat erlebbar machen

Unsere Gemeinde besitzt mit ihrer reizvollen Landschaft, dem Kottmarberg, der Spreequelle, den historischen Umgebindehäusern und ihren gewachsenen Dorfstrukturen besondere Voraussetzungen für Tourismus und Naherholung.

Diese Stärken möchte ich bewahren und gezielt weiterentwickeln. Dabei geht es nicht allein darum, mehr Gäste für unsere Region zu gewinnen. Auch die Menschen, die hier leben, sollen von gepflegten Wegen, attraktiven Ausflugszielen und zusätzlichen Freizeitmöglichkeiten profitieren.


Walddorf wieder als Erholungsort etablieren

Walddorf blickt auf eine lange Tradition als Erholungsort zurück. An diese Geschichte möchte ich anknüpfen und die Voraussetzungen für eine erneute staatliche Anerkennung prüfen lassen. Dabei steht für mich nicht allein die touristische Außenwirkung im Vordergrund. Die Entwicklung zum Erholungsort soll vor allem auch den Menschen zugutekommen, die hier leben.

Gepflegte Wanderwege, zusätzliche Sitz- und Rastmöglichkeiten, ein ansprechendes Ortsbild und attraktive Freizeitangebote steigern die Lebensqualität unmittelbar vor der eigenen Haustür. Zugleich können mehr Besucher die örtliche Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und weitere regionale Anbieter stärken.

Die besondere Lage am Kottmar und die gewachsene Ortsstruktur bieten dafür eine gute Grundlage. Ich möchte vorhandene Stärken gezielt weiterentwickeln, notwendige Verbesserungen gemeinsam mit den Einwohnern herausarbeiten und die Voraussetzungen für eine erneute Anerkennung schaffen.

Mein Ziel ist, dass Walddorf nicht nur für Gäste ein attraktiver Erholungsort wird, sondern vor allem für seine Einwohner ein Ort bleibt, an dem man gerne lebt.


Kottmarsdorf als Erholungsort entwickeln

Kottmarsdorf besitzt mit seiner landschaftlichen Lage, der historischen Bockwindmühle und den Ausblicken über die Oberlausitz ebenfalls besondere Qualitäten. Diese möchte ich stärker zur Geltung bringen und die Voraussetzungen für eine staatliche Anerkennung als Erholungsort prüfen lassen.

Dabei sollen die Einwohner von Anfang an einbezogen werden. Ihr Alltag und der dörfliche Charakter müssen bei allen Überlegungen berücksichtigt werden. Tourismus soll Kottmarsdorf bereichern, ohne den Ort grundlegend zu verändern.

Gerade in einem kleinen Ortsteil muss eine solche Entwicklung mit Augenmaß erfolgen. Statt umfangreicher neuer Infrastruktur stehen für mich die Pflege des Ortsbildes, der Erhalt bestehender Angebote und die behutsame Weiterentwicklung der Naherholungsmöglichkeiten im Vordergrund.
Eine stärkere touristische Wahrnehmung kann dazu beitragen, die örtlichen Besonderheiten langfristig zu erhalten und zusätzliche Perspektiven für regionale Anbieter zu eröffnen.

Mein Ziel ist, Kottmarsdorf als lebenswerten Wohnort zu stärken und seine besonderen Qualitäten für Einwohner und Gäste behutsam weiterzuentwickeln.


Wanderwege, Ausflugsziele und regionale Angebote

Unsere Wander- und Radwege verbinden die Ortsteile und ihre Ausflugsziele. Bestehende Verbindungen und Beschilderungen sollen gepflegt und bei Bedarf verbessert werden. Besonderes Augenmerk möchte ich darauf legen, die Sehenswürdigkeiten unserer Gemeinde noch besser miteinander zu verbinden. Dazu gehören beispielsweise der Kottmar mit seiner Spreequelle und dem Sagenpfad, die Umgebindehäuser, der Faktorenhof Eibau und die Bockwindmühle Kottmarsdorf. Besonders familienfreundliche Rundwege können hierzu einen Beitrag leisten.

Gleichzeitig lebt Tourismus vom Zusammenspiel vieler Beteiligter. Gaststätten, Beherbergungsbetriebe, Vereine, Museen und weitere Anbieter tragen dazu bei, dass Besucher unsere Gemeinde kennenlernen und gerne wiederkommen. Ich möchte bestehende Angebote besser miteinander verknüpfen, ihre gemeinsame Darstellung unterstützen und dabei auch kleinere Ausflugsziele und Besonderheiten unserer einzelnen Ortsteile stärker sichtbar machen.

Neue Vorhaben müssen sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Bestehende Einrichtungen zu erhalten und sinnvoll weiterzuentwickeln, ist dabei ebenso wichtig wie die Prüfung neuer Ideen und geeigneter Fördermöglichkeiten.

Mein Ziel ist, unsere landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten zu bewahren, Walddorf und Kottmarsdorf eine klare Erholungsperspektive zu eröffnen und Kottmar als lebenswerte Heimat und attraktives Ausflugsziel weiterzuentwickeln.

Gemeinschaft und Bürgernähe

03 · Gemeinschaft stärken – Heimat erleben

3.1 · Vereine und Ehrenamt – das Herz unserer Gemeinde

Unsere Vereine und ehrenamtlich engagierten Menschen prägen das Leben in Kottmar. Ob Sport, Kultur, Heimatpflege oder soziales Engagement, sie schaffen Gemeinschaft, vermitteln Werte und sorgen dafür, dass unsere Ortsteile lebendig bleiben.

Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Präsident des SV Neueibau weiß ich, wie viel Zeit, Verantwortung und persönlicher Einsatz hinter einem funktionierenden Vereinsleben stehen. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche und praktische Unterstützung.


Vereine entlasten – Einsatz eines Kultur- und Vereinsbeauftragten

Ich möchte innerhalb der Gemeindeverwaltung die Funktion eines Kultur- und Vereinsbeauftragten schaffen, der sich gezielt für die Unterstützung unserer Vereine und ehrenamtlichen Initiativen einsetzt.

Ein Schwerpunkt soll die Suche und Erschließung geeigneter Fördermöglichkeiten sein. Der Beauftragte soll Vereine bei geplanten Vorhaben begleiten, passende Förderprogramme aufzeigen und sie bei Anträgen, erforderlichen Unterlagen und Verwendungsnachweisen unterstützen.

Gerade kleinere Vereine verfügen häufig nicht über die personellen Kapazitäten, um sich neben ihrer eigentlichen Arbeit intensiv mit Förderrichtlinien und bürokratischen Anforderungen auseinanderzusetzen. Hier soll die Gemeinde Verantwortung übernehmen und den Ehrenamtlichen spürbar Arbeit abnehmen.

Zugleich soll der Kultur- und Vereinsbeauftragte als fester Ansprechpartner die Zusammenarbeit mit der Verwaltung erleichtern und bei der Planung von Veranstaltungen sowie der Nutzung kommunaler Einrichtungen unterstützen.

Durch eine gezieltere Ausschöpfung externer Fördermöglichkeiten können zusätzliche Mittel für Vereinsprojekte erschlossen werden. Wo solche Mittel kommunale Zuschüsse ergänzen oder ersetzen können, lassen sich zugleich finanzielle Spielräume für den Gemeindehaushalt schaffen.


Zusammenarbeit stärken und Ehrenamt wertschätzen

Neben der organisatorischen Unterstützung möchte ich den regelmäßigen Austausch zwischen Gemeinde und Vereinen fördern. Anliegen sollen frühzeitig aufgenommen, Erfahrungen geteilt und gemeinsame Vorhaben erleichtert werden.

Wo es sinnvoll ist, können Vereine bei Veranstaltungen, der Nutzung vorhandener Räumlichkeiten oder der Anschaffung von Ausstattung zusammenarbeiten. So lassen sich vorhandene Möglichkeiten besser nutzen und Kräfte bündeln.

Viele Angebote in unseren Ortsteilen wären ohne freiwilliges Engagement nicht möglich. Deshalb möchte ich Menschen, die Verantwortung übernehmen, sichtbarer würdigen und ihnen die Arbeit nach Möglichkeit erleichtern.

Gleichzeitig brauchen unsere Vereine neue Mitglieder und Menschen, die bereit sind, Aufgaben zu übernehmen. Die Nachwuchsarbeit und die Einbindung jüngerer Generationen sollen deshalb einen besonderen Stellenwert erhalten.

Mein Ziel ist eine Gemeinde, die ihre Vereine nicht nur finanziell unterstützt, sondern ihnen auch bürokratische Arbeit abnimmt, zusätzliche Fördermöglichkeiten erschließt und damit das Ehrenamt nachhaltig stärkt.

3.2 · Kultur und Traditionen – unsere Heimat lebendig halten

Unsere Heimat lebt von ihren Traditionen, ihrer Geschichte und den Menschen, die beides mit Leben erfüllen. Dorffeste, regionales Brauchtum, historische Gebäude und gewachsene Veranstaltungen gehören zur Identität unserer Ortsteile und verbinden Generationen miteinander.

Mir ist wichtig, diese Vielfalt zu bewahren und das Engagement der Menschen zu unterstützen, die sich für unsere Ortsgeschichte, Traditionen und kulturellen Angebote einsetzen. Dabei sollen kleinere örtliche Initiativen ebenso Beachtung finden wie die großen und bekannten Veranstaltungen unserer Gemeinde.

Gleichzeitig bedeutet Tradition für mich nicht, stehen zu bleiben. Auch neue Ideen sollen ihren Platz finden. Ob Konzerte, Märkte, Nachbarschaftsveranstaltungen oder neue kulturelle Formate – gute Ideen aus unseren Ortsteilen sollen eine Chance bekommen und vorhandene Veranstaltungsorte dafür sinnvoll genutzt werden.

Mein Ziel ist, unsere Traditionen zu bewahren, neue kulturelle Ideen zu ermöglichen und ein Gemeindeleben zu fördern, in dem sich alle Generationen und Ortsteile wiederfinden.

3.3 · Zusammenhalt fördern – unsere Ortsteile gemeinsam stärken

Unsere sieben Ortsteile haben jeweils ihre eigene Geschichte, ihre Traditionen und ihre gewachsene Identität. Diese Vielfalt macht Kottmar aus. Gleichzeitig gehören wir zu einer gemeinsamen Gemeinde, deren Zukunft wir miteinander gestalten müssen.

Mir ist wichtig, dass sich die Menschen in allen Ortsteilen gleichermaßen wahrgenommen und zugehörig fühlen. Unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse dürfen uns nicht voneinander entfernen, sondern müssen in einen offenen und respektvollen Austausch einfließen.


Das Miteinander zwischen den Ortsteilen stärken

Ich möchte den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen unseren Ortsteilen fördern. Gemeinsame Projekte und ortsteilübergreifende Initiativen können dazu beitragen, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen und sich gegenseitig unterstützen.

Dabei geht es nicht darum, die Eigenständigkeit oder die gewachsenen Traditionen einzelner Orte aufzugeben. Vielmehr sollen wir die Stärken unserer Ortsteile nutzen und dort zusammenarbeiten, wo gemeinsame Lösungen sinnvoll sind.

Engagement aus der Bürgerschaft aufgreifen

Viele gute Ideen entstehen unmittelbar vor Ort. Menschen kennen die Bedürfnisse ihres Dorfes und wissen häufig selbst am besten, wo Verbesserungen möglich sind.

Solche Initiativen möchte ich ernst nehmen und ihre Umsetzung erleichtern. Ob die Verschönerung eines öffentlichen Bereichs, die Pflege eines gemeinschaftlich genutzten Ortes oder ein kleines Nachbarschaftsprojekt, denn auch überschaubare Vorhaben können das Zusammenleben spürbar bereichern. Die Gemeinde soll dabei als verlässlicher Ansprechpartner unterstützen und helfen, vorhandene Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen.


Gemeinschaft leben und gegenseitige Unterstützung fördern

Ein gutes Miteinander zeigt sich besonders im Alltag: wenn Nachbarn einander helfen, Menschen Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen und niemand das Gefühl hat, mit seinen Anliegen allein zu sein.

Dieses nachbarschaftliche Engagement möchte ich stärken und Menschen ermutigen, sich mit ihren Ideen und Fähigkeiten einzubringen. Dabei sollen auch neue Einwohner und Rückkehrer die Möglichkeit erhalten, Anschluss zu finden und Teil unserer Dorfgemeinschaften zu werden.

Mein Ziel ist eine Gemeinde, in der jeder Ortsteil seine Identität bewahrt, wir aber über die Ortsgrenzen hinweg zusammenhalten und unsere gemeinsame Heimat gestalten.

Bürgernähe und Zusammenarbeit

04 · Nah an den Menschen – bereit für morgen

4.1 · Bürgerdialog – Gemeindepolitik zu den Menschen bringen

Eine lebendige Gemeinde braucht den direkten Austausch zwischen ihren Einwohnern, dem Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung. Entscheidungen betreffen den Alltag der Menschen. Deshalb möchte ich wissen, was sie bewegt, welche Probleme sie sehen und welche Ideen sie für ihre Heimat haben. Dabei darf Bürgernähe nicht nur ein Versprechen sein, sondern muss im Alltag gelebt werden.


Gemeindepolitik wieder zu den Menschen bringen

Wenn wir es nicht schaffen, die Bürger zur Gemeindepolitik zu bringen, dann müssen wir die Gemeindepolitik wieder zu den Bürgern bringen. Ich möchte deshalb regelmäßig in allen sieben Ortsteilen persönlich ansprechbar sein. Dazu sollen offene Bürgersprechstunden vor Ort gehören, bei denen Einwohner ihre Anliegen ohne lange Wege und unnötige Hürden direkt vorbringen können.

Ob im Dorfgemeinschaftshaus, in einer öffentlichen Einrichtung oder an einem anderen geeigneten Treffpunkt. Entscheidend ist, dass der Austausch dort stattfindet, wo die Menschen leben.

Zuhören, Anliegen aufnehmen und Rückmeldung geben

Bürgerdialog bedeutet für mich mehr, als Anregungen und Beschwerden entgegenzunehmen. Wer sich mit einem Anliegen an die Gemeinde wendet, soll wissen, was damit geschieht.

Ich möchte deshalb dafür sorgen, dass Hinweise verlässlich aufgenommen, an die zuständigen Stellen weitergegeben und die Betroffenen über den weiteren Verlauf informiert werden.

Nicht jedes Anliegen wird sich sofort lösen lassen. Umso wichtiger ist es, Entscheidungen verständlich zu erklären und offen zu sagen, wenn etwas aus rechtlichen, organisatorischen oder finanziellen Gründen nicht möglich ist.


Menschen frühzeitig einbeziehen

Bei Vorhaben, die das Leben in unseren Ortsteilen unmittelbar betreffen, möchte ich den Austausch mit den Einwohnern möglichst früh suchen.

Ihre Erfahrungen und Ortskenntnisse können helfen, Probleme rechtzeitig zu erkennen und praktikable Lösungen zu entwickeln. Dafür sollen neben persönlichen Gesprächen auch themenbezogene Bürgerrunden und Vor-Ort-Termine genutzt werden.

Mir ist wichtig, dass Beteiligung nicht erst dann beginnt, wenn wesentliche Entscheidungen bereits gefallen sind.

Mein Ziel ist eine Gemeindepolitik, die für die Menschen erreichbar ist, ihre Anliegen ernst nimmt und den persönlichen Austausch in allen sieben Ortsteilen fest im kommunalen Alltag verankert.

4.2 · Transparenz und Beteiligung – Entscheidungen nachvollziehbar machen

Vertrauen in die Gemeindepolitik entsteht dort, wo Entscheidungen verständlich erklärt und die Menschen frühzeitig über wichtige Entwicklungen informiert werden. Nicht jede Entscheidung wird auf Zustimmung stoßen. Umso wichtiger ist es, offen darzulegen, welche Möglichkeiten bestehen, welche Interessen berücksichtigt werden müssen und warum bestimmte Wege eingeschlagen werden.


Kommunale Entscheidungen verständlich erklären

Wichtige Vorhaben der Gemeinde sollen frühzeitig und verständlich vorgestellt werden. Dazu gehören Informationen über geplante Investitionen, größere Bauvorhaben, die Entwicklung kommunaler Einrichtungen und Entscheidungen, die den Alltag unserer Einwohner unmittelbar betreffen.

Neben dem eigentlichen Vorhaben sollen auch die voraussichtlichen Kosten, mögliche Alternativen und die Auswirkungen auf unsere Ortsteile nachvollziehbar dargestellt werden.

Dabei ist mir wichtig, dass Informationen nicht nur in umfangreichen Sitzungsunterlagen zu finden sind, sondern auch für Menschen zugänglich werden, die sich nicht regelmäßig mit Gemeindepolitik beschäftigen.

Bürger frühzeitig beteiligen

Die Erfahrungen und Ideen unserer Einwohner sind eine wichtige Grundlage für gute kommunale Entscheidungen. Bei größeren Vorhaben möchte ich deshalb geeignete Beteiligungsmöglichkeiten schaffen, bevor wesentliche Weichen gestellt sind. Dazu können öffentliche Informationsveranstaltungen, themenbezogene Gesprächsrunden oder die Möglichkeit gehören, Anregungen und Vorschläge einzureichen.

Entscheidend ist, dass Beteiligung ernst genommen wird. Eingebrachte Hinweise sollen geprüft und die Ergebnisse nachvollziehbar zurückgemeldet werden. Dabei müssen die Zuständigkeiten des Gemeinderates und die rechtlichen Rahmenbedingungen gewahrt bleiben. Bürgerbeteiligung soll die Arbeit der gewählten Gremien sinnvoll ergänzen.


Offen mit finanziellen Möglichkeiten und Grenzen umgehen

Eine verantwortungsvolle Gemeindepolitik muss auch erklären, was finanziell möglich ist – und was nicht. Bei größeren Vorhaben sollen Kosten, mögliche Fördermittel und langfristige Verpflichtungen transparent dargestellt werden.

Auch schwierige Entscheidungen dürfen nicht hinter allgemeinen Formulierungen verborgen bleiben. Wenn Vorhaben verschoben oder Wünsche nicht erfüllt werden können, sollen die Gründe offen benannt werden. So können die Menschen besser nachvollziehen, welche Prioritäten gesetzt werden und welche Handlungsspielräume unsere Gemeinde tatsächlich besitzt.

Mein Ziel ist eine Gemeindepolitik, die Entscheidungen offen erklärt, die Menschen rechtzeitig einbezieht und auch bei schwierigen Fragen nachvollziehbar und ehrlich bleibt.

4.3 · Moderne Verwaltung – digital und persönlich erreichbar

Eine moderne Gemeindeverwaltung muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Behördliche Angelegenheiten sollen möglichst einfach, verständlich und ohne unnötigen Zeitaufwand erledigt werden können.

Dabei möchte ich die Möglichkeiten der Digitalisierung gezielt nutzen, ohne den persönlichen Kontakt aus dem Blick zu verlieren. Denn nicht jeder Einwohner kann oder möchte seine Anliegen ausschließlich online erledigen.


Digitale Dienstleistungen ausbauen

Ich möchte Verwaltungsleistungen schrittweise so weiterentwickeln, dass möglichst viele Anliegen auch bequem von zu Hause aus erledigt werden können. Dazu gehören beispielsweise digitale Anträge, die elektronische Übermittlung von Unterlagen, verständliche Informationen zu erforderlichen Nachweisen und, wo rechtlich und technisch möglich, die Online-Terminvereinbarung.

Wichtig ist mir, dass digitale Angebote tatsächlich Erleichterungen bringen. Ein Formular, das online ausgefüllt, anschließend aber ausgedruckt und persönlich abgegeben werden muss, ist noch keine zeitgemäße Verwaltungsleistung.

Persönliche Erreichbarkeit und flexible Termine ermöglichen

Nicht jeder Mensch kann während der üblichen Öffnungszeiten ins Rathaus kommen. Gerade Berufstätige sollen für einfache Verwaltungsangelegenheiten nicht eigens Urlaub nehmen müssen.

Deshalb möchte ich prüfen, wie sich die Erreichbarkeit durch flexible Terminvereinbarungen und bedarfsgerechte Sprechzeiten verbessern lässt. Auch persönliche Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten sollen nach vorheriger Vereinbarung möglich sein.

Gleichzeitig muss die Verwaltung für ältere Menschen und Einwohner ohne digitale Zugangsmöglichkeiten persönlich erreichbar bleiben. Wer Unterstützung benötigt, soll weiterhin einen Ansprechpartner finden.


Verwaltungsabläufe vereinfachen

Eine bürgerfreundliche Verwaltung braucht nicht nur moderne Technik, sondern auch klare Zuständigkeiten und gut organisierte Abläufe. Ich möchte bestehende Prozesse daraufhin betrachten, wo unnötige Wege, doppelte Arbeitsschritte oder vermeidbare Wartezeiten entstehen.

Informationen sollen verständlich aufbereitet und Zuständigkeiten für die Einwohner möglichst klar erkennbar sein. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sollen von sinnvoll eingesetzten digitalen Lösungen profitieren. Weniger

Routineaufwand kann mehr Zeit für die persönliche Bearbeitung komplexer Anliegen schaffen. Die Weiterentwicklung der Verwaltung soll deshalb unter Einbeziehung der Beschäftigten erfolgen und sich an praktikablen Lösungen orientieren.

Mein Ziel ist eine Gemeindeverwaltung, die moderne Möglichkeiten nutzt, den Menschen den Alltag erleichtert und zugleich persönlich, verlässlich und unkompliziert erreichbar bleibt.

Wirtschaft und Zukunft

05 · Heimische Wirtschaft stärken – Zukunft sichern

5.1 · Heimische Unternehmen und Handwerk – Perspektiven vor Ort schaffen

Unsere heimischen Unternehmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister und Selbstständigen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, sichern die Versorgung vor Ort und tragen mit ihrem Engagement zum Leben in unseren Ortsteilen bei.

Eine starke örtliche Wirtschaft ist deshalb nicht nur für die Betriebe selbst von Bedeutung. Sie eröffnet jungen Menschen berufliche Perspektiven, kann Rückkehrern neue Möglichkeiten bieten und stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer gesamten Gemeinde.


Den persönlichen Austausch mit unseren Unternehmen stärken

Ich möchte den regelmäßigen Dialog mit den Unternehmerinnen und Unternehmern unserer Gemeinde suchen. Wer vor Ort wirtschaftet, kennt die Herausforderungen des eigenen Betriebs und weiß, wo kommunale Entscheidungen helfen oder zusätzliche Hürden verursachen können.

Dafür sollen persönliche Betriebsbesuche und ein verlässlicher Austausch zwischen Wirtschaft und Gemeindeverwaltung genutzt werden. Mir ist wichtig, Anliegen frühzeitig aufzunehmen und bei Fragen zu Standorten, Erweiterungsvorhaben oder notwendigen Genehmigungen innerhalb der kommunalen Zuständigkeiten unterstützend zur Seite zu stehen.

Bestehende Betriebe erhalten und Entwicklung ermöglichen

Die Sicherung bestehender Unternehmen verdient ebenso viel Aufmerksamkeit wie die Ansiedlung neuer Betriebe. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass geeignete Gewerbeflächen und vorhandene Immobilien sinnvoll genutzt werden können. Dabei sollen auch leerstehende gewerblich nutzbare Gebäude in den Blick genommen werden, bevor zusätzliche Flächen erschlossen werden.

Bei betrieblichen Erweiterungen oder Neuansiedlungen soll die Gemeinde als verlässlicher Ansprechpartner auftreten, Kontakte vermitteln und mögliche Entwicklungsschritte frühzeitig begleiten. Wirtschaftliche Entwicklung muss dabei zu unserer Gemeinde passen und die Interessen der Einwohner sowie den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Flächen berücksichtigen.


Ausbildung und berufliche Perspektiven vor Ort stärken

Unsere Unternehmen brauchen auch künftig qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie engagierten Nachwuchs. Ich möchte die Zusammenarbeit zwischen örtlichen Betrieben, Schulen und weiteren Partnern unterstützen, damit junge Menschen die beruflichen Möglichkeiten in ihrer Heimat besser kennenlernen.

Betriebsbesuche, Praktika und gemeinsame Informationsangebote können dazu beitragen, Ausbildungswege sichtbar zu machen und frühzeitig Kontakte zwischen Jugendlichen und Unternehmen herzustellen. Wer nach einer Ausbildung, einem Studium oder einigen Berufsjahren in die Heimat zurückkehren möchte, soll die beruflichen Perspektiven unserer heimischen Unternehmen leichter entdecken können.

Mein Ziel ist eine Gemeinde, die ihren Unternehmen verlässlich zur Seite steht, bestehende Arbeitsplätze stärkt und neue wirtschaftliche Perspektiven für die Menschen vor Ort ermöglicht.

5.2 · Kommunale Aufträge – faire Chancen für unsere heimischen Betriebe

In unserer Gemeinde und der näheren Umgebung gibt es viele leistungsfähige Handwerksbetriebe, Unternehmen und Dienstleister. Wo immer es rechtlich möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, möchte ich dafür sorgen, dass diese Betriebe bei Arbeiten und Aufträgen der Gemeinde stärker berücksichtigt werden können.

Kurze Wege, persönliche Ansprechpartner und Unternehmen, die unsere Region kennen, können dabei von Vorteil sein. Gleichzeitig bleibt Wertschöpfung stärker in unserer Region und unterstützt Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort.

Dazu möchte ich kommunale Aufträge so gestalten und bekannt machen, dass sich auch kleinere und mittelständische Betriebe aus unserer Region beteiligen können. Nicht nur große oder überregionale Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, sich um Arbeiten für unsere Gemeinde zu bewerben.

Dabei gelten selbstverständlich die gesetzlichen Vergaberegeln. Entscheidend sind für mich ein fairer Wettbewerb, Qualität, Wirtschaftlichkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Mein Ziel ist, unsere heimischen und regionalen Unternehmen stärker einzubeziehen und ihnen faire Chancen zu geben, Arbeiten für unsere Gemeinde zu übernehmen.

Solide Gemeindefinanzen

5.3 · Solide Gemeindefinanzen – verantwortungsvoll handeln und Zukunft sichern

Eine lebenswerte Gemeinde braucht nicht nur gute Ideen, sondern auch die Mittel, sie umzusetzen. Unsere Schulen, Freizeitbäder, Feuerwehren, Straßen und öffentlichen Einrichtungen benötigen eine verlässliche Grundlage, heute und in den kommenden Jahren. Deshalb möchte ich verantwortungsvoll wirtschaften, notwendige Investitionen vorausschauend planen und vorhandene Fördermöglichkeiten konsequent nutzen.


Klare Prioritäten setzen und langfristig planen

Nicht alles Wünschenswerte lässt sich gleichzeitig verwirklichen. Umso wichtiger ist es, Investitionen nach ihrer Dringlichkeit, ihrem Nutzen für die Einwohner und ihrer langfristigen Finanzierbarkeit zu beurteilen.

Dabei möchte ich den Erhalt unserer bestehenden Infrastruktur besonders berücksichtigen. Rechtzeitige Instandhaltung kann verhindern, dass aus kleineren Schäden später umfangreiche und kostspielige Sanierungen werden.

Bei größeren Vorhaben sollen neben den Anschaffungs- und Baukosten auch die späteren Ausgaben für Betrieb, Wartung und Unterhaltung von Anfang an berücksichtigt werden.


Fördermöglichkeiten gezielt ausschöpfen

Fördermittel von Bund, Land und weiteren Stellen können wichtige Vorhaben ermöglichen und den Gemeindehaushalt entlasten. Die Suche nach geeigneten Förderprogrammen möchte ich stärker in die kommunale Planung einbinden. Fördermöglichkeiten sollen möglichst frühzeitig berücksichtigt werden, damit notwendige Vorbereitungen und Anträge rechtzeitig erfolgen können.

Dabei dürfen wir nicht allein deshalb investieren, weil Fördermittel verfügbar sind. Entscheidend bleibt, ob ein Vorhaben tatsächlich gebraucht wird, welchen Eigenanteil die Gemeinde aufbringen muss und welche langfristigen Verpflichtungen daraus entstehen. Auch unsere Vereine sollen durch den vorgesehenen Kultur- und Vereinsbeauftragten gezielt dabei unterstützt werden, externe Fördermöglichkeiten für ihre Projekte zu erschließen.

Vorhandene Mittel und Einrichtungen wirtschaftlich nutzen

Bevor neue Ausgaben entstehen, möchte ich prüfen, ob bestehende Gebäude, Räumlichkeiten und technische Ausstattung besser oder gemeinsam genutzt werden können.

Eine vorausschauende Beschaffung, abgestimmte Investitionen und die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen können zusätzliche wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen.

Sparen darf dabei nicht bedeuten, notwendige Aufgaben aufzuschieben oder bewährte Einrichtungen ohne Perspektive infrage zu stellen. Vielmehr geht es darum, vorhandene Mittel dort einzusetzen, wo sie langfristig den größten Nutzen für unsere Gemeinde entfalten.


Finanzielle Entscheidungen nachvollziehbar machen

Die Einwohner sollen verstehen können, wofür öffentliche Mittel eingesetzt werden und welche finanziellen Auswirkungen größere Vorhaben haben.

Deshalb möchte ich Investitionen, ihre Finanzierung und die damit verbundenen langfristigen Verpflichtungen verständlich darstellen. Auch wenn finanzielle Grenzen Entscheidungen erschweren, sollen die Gründe dafür offen kommuniziert werden.

Mein Ziel ist eine finanziell handlungsfähige Gemeinde, die verantwortungsvoll wirtschaftet, ihre bestehenden Werte erhält und zugleich Spielräume für notwendige Investitionen in die Zukunft schafft.